News Detail
Heute optimieren, morgen profitieren
dkon systeme GmbH setzt auf Lean-Philosophie
Lengerich/Westf. Februar 2013 – Bewaffnet mit Klemmbrett und Stift geht das fünfköpfige Team durch Verwaltungsgebäude und Fertigungshalle. Im Blick haben der Fertigungs-, der Einkaufsleiter, die Vorarbeiter vom Kantbank- und Schlosserteam sowie der Teamkoordinator alles, was überflüssig ist. Vor allem, welche Arbeitsprozesse noch besser funktionieren müssen – im Interesse der Kunden. Dabei übertreffen die Münsterländer Lösungsfertiger bereits heute die zugesicherten Qualitätsstandards teilweise deutlich.
„So abgedroschen es klingen mag: Wer stehen bleibt fällt zurück! Das gilt für insbesondere für innovative Unternehmen wie dkon systeme GmbH. Wir wollen auch morgen noch starke Partner für unsere Kunden sein“, skizziert Ralf Miethe, Geschäftsführer der dkon systeme GmbH, die Motivation des münsterländischen Mittelständlers, mit Beginn des neuen Jahres sämtliche Arbeitsprozesse im Haus auf den Prüfstand zu stellen.
Im vergangenen Jahr holte sich die Geschäftsführung die Unternehmungsberatung Mangold, unterstützt von pfp Engineering, ins Haus. Die Handwerkskammer Münster hatte den Kontakt vermittelt und die Abwicklung der Zuschussfinanzierung aus EU-Förderprogrammen organisiert.
Nach einer Bestandsaufnahme durch die Berater, kristallisierte sich für die dkon-Geschäftsführung die Abkantpresse als der Bereich heraus, in dem der Handlungsbedarf am größten ist. „Mit dem vorhandenen Personal eine höhere Produktivität zu erzielen, war die Prämisse für Herrn Mangold und Herrn Wagenknecht, die uns in der Startphase begleiteten. Außerdem sollte die Arbeit nicht verdichtet, sondern effektiver gestaltet werden.“, umreißt Frank Klopmeier, Personalchef des 65köpfigen Metallverarbeitungsunternehmens, die weiteren Anforderungen an den Prozess. „Wir sind überzeugt davon, dass soziale Verantwortung, gute Arbeitsbedingungen und wirtschaftlicher Erfolg keine Widersprüche sind. Im Gegenteil: Zufriedene Mitarbeiter sind ein zentraler Erfolgsfaktor.“
Das Pilotprojekt „Abkantpresse“ startete mit einer Erhebung der relevanten Kennziffern während des 24stündigen Maschinenbetriebes. Gemeinsam mit Herrn Mangold entwickelte das Lean-Projektteam ein umfangreiches Maßnahmenbündel, das bereits Anfang Dezember zu knapp 50 Prozent erfolgreich abgearbeitet war. Alleine die Beseitigung von Zeitfressern – vermeidbare Laufwege, Optimierung der Rüstarbeiten, etc. – sowie eine Bewußtseinsschärfung der Mitarbeiter für optimierte Arbeitsprozesse schlug sich Ende des Jahres spürbar in den Zahlen des Controllings nieder. „Dieser positive Trend wird aber nur anhalten, wenn wir am Ball bleiben. Selbstzufriedenheit wäre jetzt ganz schlecht“, appelliert Geschäftsführer Miethe.
Deshalb nimmt das Projektteam nun die Arbeit am Laserschneider und in der Schlosserei auf. Rasch werden im Unternehmensbereich der Fertigung die Pulverbeschichtung und die Montageabteilung folgen.
Die Neuorganisation der hausinternen Logistik wird, wie aus dem Projektteam zu hören ist, am Ende der ersten Runde stehen: „Wir werden sicher nicht die Fließproduktion eines Industriebetriebes eins zu eins umsetzen. Aber wir nehmen sie als Richtschnur.“
Neues Denken, neue Organisation, mehr Kommunikation
dkon-Geschäftsführer Ralf Miethe will es aber nicht bei der Prozessoptimierung in der Fertigung belassen: „Lean Production wird zu Unrecht darauf reduziert, die Verschwendung von Arbeitszeit und Materialeinsatz zu reduzieren. Vor allem haben wir im Pilotprojekt gelernt, auch weniger verschwenderisch mit den Ideen und dem Engagement unserer Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen umzugehen.“
So wird dkon systeme GmbH in der kommenden Zeit an der Optimierung des Managements und der Verwaltung arbeiten. Ralf Miethe: „Mit einer netten Ansprache auf der Betriebsversammlung ist es nicht getan. Jeden Tag müssen und machen wir einen kleinen Schritt. Es kommt auf Ausdauer und Kontinuität an.“
Miethe nennt das Projekt Lean Management eine Fitnesskur für die Zukunftsfähigkeit der dkon systeme GmbH: „Wir werden keine Modewellen der Betriebswirtschaftslehre mitmachen. Wir schauen uns die Probleme von morgen an und entwickeln die passenden Lösungen. Kurz wir setzen auf die richtige Mischung aus Erfahrung, Grundlagenarbeit und Input von Außen.“
Zunächst wird, so die kurzfristige Planung, das Unternehmensleitbild entsprechend der neuen Herausforderungen des Marktes und der Entwicklung der Belegschaft erstellt. Zur Bestimmung der Kennziffern für die einzelnen Management- und Verwaltungsbereiche werden alle Aufgaben unabhängig von Strukturen und Stellen auf den Tisch gepackt.
„Können wir Aufgabenbereiche sinnvoller abstecken? Wie können wir die wichtigen Aufgaben effizienter organisieren, damit die Verantwortlichen für ihre Kernaufgaben mehr Zeit haben? …Der Fragenkatalog ist lang.“, konkretisiert Miethe das Herangehen. Und weiter: „Wir sind uns dessen bewusst, dass wir uns, der gesamten Belegschaft viel abverlangen. Genauso sicher bin ich mir, dass wir den Weg machen und das selbstgesteckte Ziel erreichen werden. Denn wir sind ein starkes Team. Jede und jeder erfüllt seine Aufgaben und denkt über den eigenen Tellerrand hinaus.“
Schritt für Schritt
Das Projektteam ist von seinem Rundgang zurück im Konferenzraum. Die Beobachtungen werden in einer Datei erfasst, Optimierungsmaßnahmen entwickelt. Ausschlaggebend für die Umsetzung ist der zu erwartende Nutzen in eingesparter Arbeitszeit und damit in Euro und Cent. Zieltermin und Verantwortlichkeiten werden festgelegt, Maßnahmen der vorangegangenen Runde werden auf ihre Umsetzung hin geprüft. Wieder ist die dkon systeme GmbH einen Schritt näher an ihrem Ziel.
_______________________________________________________________
Autor: Micha Bünte Urheberrechte: dkon systeme GmbH
Nutzungsbedingungen Die teilweise oder vollständige Nutzung des Artikels ist nur mit der schriftlichen Einwilligung der dkon systeme GmbH möglich. Bei Zitaten im üblichen Umfang ist als Quelle http://www,dkon.de anzugeben. Vor Veröffentlichung ist der dkon systeme GmbH in jedem Fall eine Korrekturfahne bzw. die noch nicht freigegebne Webadresse zugänglich zu machen. Bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen behält sich die dkon systeme GmbH weitere Schritte vor.
